
Eine Woche vor dem Historischen Stadtspektakel wurde am Donnerstagabend die „Kroniche Housnkuh 2015″ vorgestellt. Die bildhübsche Kaninchen-Dame „Lulu“ repräsentiert bis zum Ende der Festtage offiziell die Kreisstadt Kronach.
Die große Ehre der Schirmherrschaft über das Historische Stadtspektakel wird heuer der zweijährigen „Lulu“ zuteil, frischgebackene Mama sechs zauberhafter Kaninchen-Babies. Die Kaninchen-Dame kam bereits im Film „Die drei Federn“ zu Fernseh-Ehren. Sie stammt aus der Hobbyzucht von Arnold und Gudrun Nentwich aus Mitwitz.
„Eigentlich hätte man dies seit dem 30-jährigen Krieg jedes Jahr machen müssen. Ehre, wem Ehre gebührt“, so Stadtvogt Hans Götz. Schließlich habe die Housnkuh dazu beigetragen, dass man noch immer über diese wunderschöne Stadt Kronach verfüge. Die zweitwichtigsten „Akteure“ in diesem Zusammenhang seien die tapferen Weiber gewesen. An letzter Stelle stünden die Kronacher Männer, die bei den turbulenten Geschehnissen mehr im Hintergrund geblieben seien. Derjenige, der die Housnkuh als Erster in die Gegenwart zurückgeholt habe, sei Heiner Reuß gewesen – als Logo für seine „Echt’n Kroniche Housnküh“.

(von links) Stadtvogt Hans Götz und Oberbürgermeister Wolfgang Beiergrößlein mit dem Housnkuh-Nachwuchs von morgen.
Götz forderte in diesem Zusammenhang vom Oberbürgermeister, ein Förderprogramm für die Kronicher Housnkuh für die Obere Stadt aufzuerlegen. „In jedes Gebäude soll ein Housnkuh-Stall aufgestellt und mit Housnküh gefüllt werden“, appellierte er, um damit für schlechte Zeiten gewappnet zu sein. Das Kronacher Stadtoberhaupt sah durchaus Parallelen von „Lulu“ zur Stadt. Zweimal sei der Beutel leer – bei „Lulu“, weil sie geboren habe, bei der Stadt aufgrund leerer Kassen. Doch auch mit leerem Beutel könne man große Sprünge machen. Da es sowieso ein Förderprogramm für Bauherrn von Häusern im Oberen Kronacher Ensemble gebe, dürfte dabei – so mutmaßte er – genügend Geld für einen Housnkuh-Stall übrig bleiben.

„Lulu“ mit ihrem Besitzer Arnold Nentwich
Schließlich wurde „Lulu“ unter feierlichen Klängen der Housnkuh-Serenade der Jagdhorn-Bläser „inthronisiert“. Bis zum Ende der Festtage residiert sie in ihrem Hasenstall am Kronacher Rathaus. hs
Text & Fotos: Heike Schülein
