Mitglieder und Gäste des Vereins 1000 Jahre Kronach, jung und alt, z.T. sehr weit angereist, beim Start an der Floßlände am Zusammenfluß von Haßlach und Rodach  im Landesgartenschaugelände

Floßreise ins Neuseser Dorfmuseum am 11. Juli 2009

Mitglieder und Gäste des Vereins 1000 Jahre Kronach, jung und alt, z.T. sehr weit angereist, beim Start an der Floßlände am Zusammenfluß von Haßlach und Rodach im Landesgartenschaugelände
Zu einem nicht ganz alltäglichen Erlebnis hatte der Verein 1000 Jahre Kronach eingeladen: mit dem Floß der Neuseser Flösser sollte es von der Anlegestelle im Landesgartenschaugelände in gemütlicher Fahrt nach Neuses gehen. Anschließend per pedes durch das schöne dorferneuerte Neuses bis zum Dorfmuseum. Der Reiseplan erfüllte alle Erwartungen, zumal die meisten Teilnehmer das Floßfahren oder das Neuseser Dorfmuseum zum ersten Mal erlebten und überrascht waren, was hier alles geboten wurde. (zur Fotogalerie )

Bei idealem Reisewetter, ohne Regen, nicht zu heiß und nicht zu kalt, kamen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer schnell ins Gespräch, lernten die Technik der Flösser kennen und erfuhren einiges über die Flösserarbeit in der Vergangenheit. Der Vereinsvorsitzende Manfred Raum erläuterte die Umgestaltungs- und Renaturierungsarbeiten an der Rodach, die ein Beitrag zur Kronacher Landesgartenschau waren. Durch sie ist der Rodachabschnitt zwischen Höringsgarten und Neuses landschaftlich besonders eindrucksvoll geworden, was bei einer Floßfahrt unmittelbar erlebbar ist.

Der Nachwuchs der Kronacher Bürgerwehr zeigte starkes Interesse an einer Mitarbeit bei den Neuseser Flössern.

In Neuses wurde ein Blick auf die attraktive, gut gepflegte Kleingartenanlage geworfen, die einigen noch völlig unbekannt war. Dann ging es an der Wurstfressermarter, deren Geschichte erläutert wurde, und dem Hüllbrunnen vorbei in Richtung Dorfmuseum, wo die Reisegruppe von den „ehrenamtlichen Museumsdirektoren“ Hans Schrepfer und Wolfgang Stöbel schon erwartet und herzlich begrüßt wurde. Dort hatten sich auch einige Damen des Arbeitkreises Bürgerstiftung, die den „Balken auf der Rodach“ nicht getraut hatten, eingefunden, und nun waren die Herren Schrepfer und Stöbel natürlich in „ihrem“ Element.Die Besucher zeigten sich überaus beeindruckt von all dem, was in dem kleinen Dorfmuseum geborgen und dargestellt wurde, um in heutiger Zeit einen Einblick in das dörfliche Leben gewähren zu können. Den ehrenamtlichen Kräften, die das alles in Neuses auf die Beine gestellt haben, gebühre große Anerkennung, war allgemeine Meinung.Auf dem Rückweg über den Flößerplatz und entlang dem Dorfbach konnten noch einmal die positiven Wirkungen der Neuseser Dorferneuerung für das Ortsbild anhand der Vergleichstafeln beobachtet werden. Die „Reise“ nach Neuses, so die allgemeine Meinung, habe sich gelohnt, und so schmeckte allen auch noch die herzhafte Brotzeit, die es auf der Rückfahrt gab. Den Besuch des Dorfmuseums Neuses wollen alle gerne weiterempfehlen. Weitere Bilder der Flossfahrt und des Museumsbesuches können Sie in unserer Fotogalerie einsehen: Link Es ist geöffnet an Freitagen mit ungeradem Tagesdatum von 18 – 20 Uhr und an Sonntagen mit geradem Tagesdatum von 14 – 18 Uhr oder nach telefonischer Verabredung unter 09261-4156 oder 09261-95845.

Hans Schrepfer führte eine Hälfte der Reisegruppe im Erdgeschoß des Neuseser Dorfmuseums.
Von der Vielfalt der Ausstellungsexponate, die ihnen Hans Schrepfer erklären konnte, waren die Besucher begeistert.
Währenddessen führte Wolfgang Stöbel im Dachgeschoß durch die Sammlung all dessen, was im Ort Neuses in der Vergangenheit von Bedeutung war.
Aus dem umfangreichen Archivgut des Museums, das einen einmaligen Einblick in die Bedeutung der Frankenwald-Holz-Flösserei gibt, zitierte Wolfgang Stöbel ernste („Armutszeugnis“) aber auch heitere Aussagen.