Vorsitzender Manfred Raum gab auf der Jahrehauptversammlung des Vereins 1000 Jahre Kronach einen Rückblick auf ein arbeitsreiches Jahr. Doch die Vorschau auf Aktivitäten und Vorhaben der Zukunft lassen keineswegs weniger Arbeit erahnen. Arbeitsschwerpunkte waren, die Geschichte der Stadt Kronach bewusst zu machen und Stadtmarketing für die Cranach-Stadt zu betreiben. Dazu dienen Publikationen, wie die Vereinszeitschrift mit dem Titel „Unsere Stadt blüht auf“ und das Sonderheft „Rätselhafte Wallmauern“. Im Juni soll eine weitere Ausgabe erscheinen. Im Internetportal (siehe unten) werde mittlerweile einfallsreich und ausgiebig über die Vereinsarbeit informiert. Dazu galt ein herzlicher dank dem Webmaster Christian Frank und zweitem Vorsitzenden Hans Götz.

Die Geschichte der Stadt zu vermitteln und damit zur Identitätsbildung und Nutzung des historischen Kapitals beizutragen, geschehe in vielfältiger Weise und in starker Vernetzung mit anderen Vereinen, Gruppierungen und Arbeitskreisen. So fördere der Verein sehr intensiv die „Bürgerstiftung Historisches Kronach“, wofür es wiederum einen Arbeitskreis gibt. An die Mitglieder dieses Arbeitskreises ging ein besonderer Dank für die Organisation und Durchführung der Weihnachtsmarkt-Tombola. Die Bürgerstiftung habe ein Kapital von mittlerweile 100.000,- Euro angesammelt und sei ein beispielhaftes Projekt von Bürgerengagement geworden. Raum rief aber gleich dazu auf nicht nach zu lassen, denn der Kapitalstock müsse weiter wachsen, um die vielfältigen Aufgaben angehen zu können. Sein Appell und seine Bitte ging an weitere „Stifter und Spender“ für die Bürgerstiftung. Der Verein unterstütze ferner finanziell wie auch durch Mitarbeit eines Arbeitskreises „Obere Stadt“ und Arbeitskreis „Aufzug Obere Stadt“ das Projekt des Aufzugs für die Obere Stadt.
Jüngstes Projekt an dem der Verein mitwirke, sei die „Zentraleuropäische Festungsroute“. Die Vorstandschaft habe beschlossen, die Einrichtung und vor allem die Beteiligung der Festung Rosenberg so weit wie möglich zu unterstützen, sofern die Stadt dies auch wolle. Weiter habe sich die Förderung durch den Verein auf verschiedene historische beziehungsweise museale Einrichtungen gerichtet, wie zum Beispiel das Dorfmuseum Neuses oder einen Museumstag-Flyer. Der Verein gab zahlreiche Förderungen und Impulse zum Stadtmarketing: Zum Beispiel Bezuschussung von Prospekten und Broschüren und Informationsblättern und hat einen bedeutenden Beitrag zur Gestaltung der Autobahnwerbeschilder „Festung Rosenberg/Cranach-Stadt“ an der A 73 geleistet.
Zweckdienlich und zukunftsweisend sind Partnerschaften und Kooperationen mit anderen Gesellschaften, wie der Deutschen Gesellschaft für Festungsforschung oder der Wartburg-Gesellschaft wodurch wiederum eine Kooperation zwischen Deutschem Burgenmuseum auf der Heldburg und Deutschem Festungsmuseum der Festung Rosenberg entstehen soll. Neben den Mitgliedern und Helfern für ihren ehrenamtlichen Einsatz, dankte Manfred Raum Gönnern und Förderern wie auch Spendern aus Firmen und von privater Seite. Herausragend sei die Förderung durch die Sparkasse Kulmbach-Kronach und der Raiffeisen-Volksbank Kronach-Ludwigsstadt. Der Vorsitzende dankte seinem Vorstandsteam
Der Verein zähle derzeit 366 Mitglieder und auch hier gelte es nicht nachzulassen, die Werbetrommel für weitere Mitglieder zu schlagen. Ein Aufgabenschwerpunkt werde zu den Bemühungen um die Aufnahme in die Zentraleuropäische Festungsroute mit Errichtung einer Festungsbauhütte und eines Steinmetzmuseums sowie die Unterstützung und Förderung des Historischen Stadtfestes sein, welches vom 27. bis 29. Juni abgehalten werde und bei dem auch der Verein wieder mit einem attraktiven Informationsstand und Angebot vertreten sein wird. Hierzu werden noch freiwillige Helfer gesucht, die sich gern in historischem Gewand in den Dienst des Vereins und der Cranach-Stadt stellen möchten. Schatzmeister Michael Kaim berichtete über einen erfreulichen Kassenbestand. Friedrich Schedel bestätige als Revisor eine tadellose Kassenführung.
Zum Schluss wies Vorsitzender Raum darauf hin, dass der Verein auch über Vermögen, wie zum Beispiel etliche Kunstgegenstände verfüge. Denn es gehöre schließlich zu Philosophie des Vereins, Kultur und Kunst zum Anfassen und Erleben zu erhalten, zu pflegen und zu präsentieren.
Text: Karl-Heinz Hofmann/Fränkischer Tag
