
In ihren Festgewändern werden die historischen Abordnungen auch in diesem Jahr teilnehmen, wie sie es schon seit 2006 tun. Dabei wird beachtet, was Hans Nikolaus Zitter in seiner „Chronik von 1661“ zu diesem Festtag geschrieben hat. Denn wann, wie und in welcher Aufstellung dieser Jahrtag begangen werden soll, ist genauestens festgelegt: Bürgermeister, Rahtsverwandte und Viertelmeister haben sich „sambt ihren Frauen uffm Rathaus“ zu versammeln. Die Aufstellung hat mit dem „Stadt Officierer sambt Tommler und Pfeiffen“ an der Spitze zu beginnen, gefolgt vom „halben Theil der Bürger in Gewehr“, einem Stadtfähnrich mit einem „schwarzen Standar, darauff Seiner Hochfürstlich Gnaden Wappen in Gold“. Dann folgen ein Marschall der Hauptmann, Bürgermeister und Rat „in ihren neuen Habiten und der Regierende Bürgermaister mit der güldenen Ketten. Hinter den Honoratioren führt ein weiterer Marschall die Frauen und den „anderen halben Teil der Mußquetirer“ an. Nach „gehörtem dritten Zeichen“ der großen Glocke setzt sich dann der Zug vom Alten Rathaus zur katholischen Pfarrkirche St. Johannes in Bewegung. Nach dem Gedenkgottesdienst versammeln sich Pfarrer, Bürgermeister, Ratsfrauen und Ratsherren und die historischen Abordnungen auf dem Melchior-Otto-Platz um des Fürstbischofes Melchior-Otto Voit von Salzburg mit Salut und kurzen Ansprachen zu gedenken. Die Kronacher Bürger sind dazu am Sonntag um 9.00 Uhr eingeladen.
