Kasturas scharfe Beobachtungsgabe

Thomas Kastura kommt nach Kronach und Steinwiesen

Kasturas scharfe Beobachtungsgabe
Viele Leser werden sich möglicherweise fragen: Wer ist Thomas Kastura? Diejenigen, die sich diese Fragen stellen müssen, gehören sicherlich nicht zur fränkischen Krimi-Gemeinde. Denn da ist Thomas Kastura kein unbeschriebenes Blatt. Seit 1998 schreibt der gebürtige Bamberger nun schon Kriminalromane. „Die letzte Lüge“ oder „Der rote Punkt“ lauteten die Titel seiner ersten Krimi-Werke, viele weitere folgten. Sein 2006 erschienenes Buch „Warten aufs Leben“ spielt dagegen in der Jugendszene und zeigt einen Autor, der es versteht, das Thema Aids altersgerecht aufzubereiten.

Sein schriftstellerisches Spektrum ist aber damit bei Weitem nicht abgedeckt. In seinem Essay „Flucht ins Eis“ beschäftigt er sich mit Hochgebirgs- und Polarliteratur und setzt sich kritisch mit dem modischen Fitnessextremismus auseinander. Wiederum als Herausgeber fungiert er bei der Anthologie „Dandys“, die Texte von Alexander Puschkin, Oskar Wilde, Marcel Proust, u. a. über das Phänomen des Dandytums enthalten Der seit 1998 selbständige Schriftsteller hat sich aber auch auf anderen Gebieten seine Meriten verdient. So arbeitete er als Kulturjournalist beim Bayerischen Rundfunk, ist Lehrbeauftragter an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg und hat auch schon fürs Fernsehen Beiträge produziert. Uns stellt er am Donnerstag, den 28.01. zum einen seinen neuen Roman „Das dunkle Erbe“ vor. Hier handelt es sich um einen Kriminalfall, der sich außerhalb fränkischer Zuständigkeiten abspielt und den Leser in das Ärztemilieu eines Kölner Nobelviertels führt. Dort sind zwei Frauen heimtückisch ermordet, eine dritte entführt worden. Zu diesem Fall wird Kommissar Klemenz Raupach gerufen. Raupach ist auch der Ermittler in „Der vierte Mörder“, ein ebenfalls in Köln angesiedelter Krimi. Das ist noch nicht alles… Zum anderen präsentiert uns Kastura seinen Krimi „Eine Leiche im Gärkeller“. Hier ist dagegen Kollege Küps (!) zuständig, der von Staatsanwalt Brandeisen unterstützt wird. Schauplatz des Krimis ist das Fränkische Brauereimuseum auf dem Michaelsberg in Bamberg. Für die meisten Leser ein vertrautes Terrain. Dort findet man in einem Gärbottich die Leiche des Richters Friedhelm Winterling. Und wenn dann noch ein Kommissar Küps ermittelt, dann lässt einem die Phantasie den Tatort auch leicht nach Kronach und dort speziell in die Keller der Oberen Stadt verlegen. Um ein authentisches Feeling zu erzeugen, findet die Lesung daher „unterirdisch“ im Anwesen von Horst Rubel statt, der dankenswerterweise für dieses Event seine Kellerräumlichkeiten zur Verfügung stellt. Sie können Thomas Kastura am Donnerstag, den 28.01.2010 um 19.00 Uhr im Kunstraum 35, Amtsgerichtsstraße 35 erleben. Weiter Informationen zu Thomas Kastura finden Sie hier

Das dunkle Erbe - Ein Auszug wird auch vorgelesen - vom Autor persönlich
Eine Leiche im Gärkeller

hg/10.01.10