Heinrich Schreiber im Online-Shop

Schreiber-Cover

Unter dem Titel „Heinrich Schreiber – ein Lebensmosaik“ erschien im Jahre 2010 zum 75. Geburtstag des Künstlers ein „gewichtiges“ Buch, das sein bisheriges künstlerisches Schaffen im regionalen Bereich in einem Werkverzeichnis zusammenfasst. 815 Seiten bedurfte es, um die zahlreichen Steinskulpturen und –objekte, die Holzschnitte und Metallarbeiten zu erfassen. Viele seiner Arbeiten beziehen sich auf das liturgische Geschehen und fanden folgerichtig ihren Platz in zahlreichen katholischen Gotteshäusern des Landkreises.

In der Stadt Kronach hat er im öffentlichen Raum viele Werke, insbesondere Brunnen, geschaffen. Im Auftrag des Vereins „1000-Jahre-Kronach“ schuf er nach einer Idee von Stadtvogt Hans Götz den „Nabel der Stadt“, eine Bronzegussplatte mit den vier Vierteln der Oberen Stadt, die in der Rathausgasse eingelassen wurde und nun den Tourismusführern als Anhaltspunkt für die Erläuterung Kronacher Geschichte dient. Seine kraftvolle Art Bilder in Stein zu „schlagen“, gefällt aber nicht nur den Kronachern. Viele seiner Werke findet man im fränkischen und bayerischen Raum.

Im Buch berücksichtigt ist auch die gelungene Stadtgeschichtspromenade auf dem Gelände der Landesgartenschau, wo in 29 Flachreliefs in höchst informativer Weise die wichtigsten historischen Ereignisse der Stadt Kronach in ihrer 1000-jährigen Geschichte festgehalten sind.

Martern und Bildstöcke sind ein weiterer Mosaikstein in seiner Schaffenswelt. Beispielhaft genannt und auch kennzeichnend für seine hintergründige, manchmal mit Schalk besetzten Ausdrucksart sei hier die „Wurstfressermarter“ in Neuses.

Heinrich Schreiber gelingt es sogar in einen Kanaldeckel eine geschichtliche Aussage zugießen. Auf Vorschlag von Stadtvogt Hans Götz gab er so dem Viertelmeisterlauf einen künstlerischen Start- und Zielpunkt in der Amtsgerichtsstraße. Die zwei Kanaldeckel, die nun die Strecke für den Viertelmeisterlauf kennzeichnen, stellen zum einen die Wierzweiber dar, deren Arbeit es zu hochstiftlichen Zeiten war, das Bier vom Brauhaus in die Keller der Bürgerhäuser zu tragen und zum anderen Bräuknechte, die nun in der modernen Zeit zum Vergnügen der Besucher des Historischen Stadtspektakels, Bierfässer im gegenseitigen Wettkampf schleppen. Auch für dieses Werk stellte der Verein „1000-Jahre-Kronach“ die Finanzierung sicher.

Nur wenige Beispiele der Schaffenskraft von Heinrich Schreiber konnten hier beschrieben werden. Wer sich einen vollständigen Überblick verschaffen möchte, dem ist angeraten, sich den 1. Band des Werkverzeichnisses, das sich ausschließlich auf die Werke im Landkreis Kronach bezieht, zu sichern.

Hans Götz, 19.09.2013

Das Buch kann in unserem Onlineshop und bei Matthias Simon per Email geordert werden.