Motschenbacher heiratete 1825 die Kronacher Schmiedstochter Margarete Fugmann und ließ sich in der Stadt nieder. Beruflich erfolgreich, engagierte sich der Neu-Kronacher (Reigschlaafter) in Stadt und Handwerk, u.a. als Gemeinde-Bevollmächtigter (1854) oder Prüfungsmitglied des Wagner-Handwerks (1859).
Im Jahr 1842 nahm Motschenbacher am Kronacher Brautzug zur Hochzeit des Kronprinzenpaares Max von Bayern und Marie von Preußen teil. Am 16. Oktober 1842 zogen 42 Brautpaare aus ganz Bayern und in Tracht während des Oktoberfestes am Königszelt vorbei. Den Kronacher Brautzug führten der Bräutigam und Messerschmiedemeister Georg Hellmuth und seine aus Bamberg stammende Braut, Margarethe Grieser, an. Motschenbacher, ein naher Verwandter des Bräutigams, begleitete das Paar als 2. Zeuge. In Erinnerung an dieses Ereignis ließ er sich anschließend durch den Kronacher Kunstmaler Lorenz Kaim (1813-1885) portraitieren. Kaims Signatur mit Datierung 1842 konnten im Rahmen der laufenden Restaurierung des Gemäldes freigelegt werden.
