Bis auf den letzen Platz gefüllt war das Cafe Lorla in der Oberen Stadt, als Krimiautor Udo Gellner mit seiner Lesung begann. In seine Einführung zum „Rosenbergsturm“ erklärte er seine Beweggründe für diesen Regionalthriller. Nicht einen Krimi sondern einen Thriller habe er hier mit den Bezugspunkt Kronach geschrieben. Denn Kronach, wie auch Oberfranken, sind aus der Sicht und der Erfahrung des Zollfahnders in Sachen Drogenkriminalität kein unbeschriebenes Blatt. Und so spielt der Thriller vor dem Hintergrund der Kronacher Geschichte und seiner historischen Gebäude und Plätze im Drogenmilieu, das einen Mord nach dem anderen produziert. Ein komplizierter Auftrag für Laurentius Bäumer, gebürtiger Kronacher, und seiner Kollegin Josephina Schultheiß, Kind der Metropolregion Nürnberg und wenig vertraut mit den Eigenheiten der Frankenwäldler.
Udo Gellner ließ sich zu seinem Thriller durch den Verein „1000-jahre-Kronach-eV“ anregen, der im Jahre 2010 nach einer Idee von Stadtvogt Hans Götz einen Autorenwettbewerb zum „kriminellen Milieu“ in Kronach veranstaltete. Den Wettbewerb und den ausgelobten Preis gewannen damals Burkhard M. Schürmann, Kronach und Klaus Herbst aus Pressig. Dessen „Mord im Schnee“ ist eine wundervolle Parodie auf das Kronacher Kulturleben und immer wieder ein Lesevergnügen. Udo Gellner setzt nun mit seinem „Rosenbergsturm“ das Ansinnen des Vereins, die „dunklen Seiten“ der alt ehrwürdigen Cranaha aufzuzeigen in würdiger Weise fort. Hans Götz, 22.12.13
