In diesem Jahr findet der Ratsherrenzug nach Nordhalben zum zweiten Mal statt. Bereits 2010 sind Stadtvogt Hans Götz, die Viertelmeister und historisches Volk von Kronach aus mit Pferd und Wagen losgezogen, um in Nordhalben Lebensmittel für die darbende Bevölkerung in Kronach zu erbitten. Sie taten es dabei den Ratsherren des Jahres 1635 gleich, die während des Dreißigjährigen Krieges nach mehrmaliger Belagerung durch die Schweden und einer Pestepidemie für ihre ausgehungerte Bevölkerung in Nordhalben um Lebensmittel bei den benachbarten Reußen baten. Die ehemaligen Feinde zeigten sich angesichts der großen Not wohltätig und schickten wenig später etliche Fuhrwerke mit Nahrungsmittel in das bambergische Gebiet.

Daran soll am 20.07.2012 wieder erinnert werden. Denn nicht nur die Wohltätigkeit der Reußen ist dabei zu erwähnen, auch auf politischen Gebiet gab es einen einzigartigen Vorgang: 1635 wurde auch ein Teilfrieden im immer noch währenden Kriegstreiben, der so genannte Friede von Nordhalben, geschlossen. Erst im Jahre 1648 kam es mit dem Westfälischen Frieden zum allgemeinen Friedensschluss im heiligen römischen Reich deutscher Nation.
Diese beiden Begebenheiten sind Anlass genug auch in diesem Jahr, mit einem historischen Zug und einem Festspiel in Nordhalben an diese doch nicht unbedeutenden Ereignisse zu erinnern. Wer mitmachen will, kann sich gerne anschließen. Allerdings sollte er im Stil der Zeit gewandet sein. Unterwegs wird Rast gemacht in Marktrodach und Steinwiesen, wobei dort vor Ort auch an Geschehnisse aus dem 17. Jahrhundert erinnert wird. Es wird also eine Wanderung durch die Geschichte der Amtshauptmannschaft Kronach.
Eingebettet ist das Ganze in das Norhalbener Spektakulum, das in diesem Jahr zum ersten Mal stattfindet. Weitere Informationen zum Programm erhalten Sie unter den folgenden Adressen:
>>> http://www.nordwald-spektakulum.de