
Sonja Bernschneiders „Unheimliche Spuren“ machte den Anfang. Sie lässt in ihrem Kurzroman auch politische Lokalgrößen auftreten. Die „Blutige Vollmondnacht“ von Marion Nemmert dagegen spielt sich vor dem Hintergrund des Historischen Stadtspektakels ab. Mit „Mord im Schnee“ hat der Pressiger Klaus Herbst eine Kriminalgeschichte in Reimen gefasst und dabei mit hintergründigem Humor die Kulturszene Kronachs „aufs Korn“ genommen. Seinen „Reggae in Kronach“ lässt der Mitwitzer Klaus Schwaiger in der Nachkriegszeit spielen, wofür er nach eigenen Angaben umfangreiche Recherchen anstellen musste. Bei Wolfgang Polifka dreht sich die Geschichte um ein berühmtes Gemälde des Kronacher Malers Lucas Cranach d. Ä. Warum der Krimi „Die Kronacher Gans“ heißt, lässt sich höchstwahrscheinlich nur durch die eigene Lektüre erschließen. Eine Kriminal-Satire mit Lokalkolorit legte Burkart M. Schürmann der Jury vor und ließ in seinem kurzen Vortrag aus dem Werk eine eigenbrötlerische Person namens Wittrich in einem Mordfall ermitteln.

Alle Werke verdienten sich die Anerkennung der Jury. Die Autoren selbst fühlten sich durch die Ausschreibung angespornt, sich einmal in diesem Metier zu bewegen. Für den Verein war es Neuland, das er betrat, so der Vorsitzende. Dass dabei so großes Potential entdeckt wurde, sei überaus erfreulich gewesen und lasse auf weitere Veröffentlichungen hoffen. Die Jury entschied sich letztlich dafür den mit 500,- € dotierten Preis aufzuteilen und an zwei Autoren zu vergeben. Die Entscheidung fiel auf Burkhart M. Schürmann und auf Klaus Herbst. Für den Krimi „Die Kronacher Gans“ konnte bereits ein Sponsor für den Druck gefunden werden. Diesen Krimi wird man in Zukunft in den Zimmern des Stadthotels als Bettlektüre finden. Ein prima Idee, für die Herrn Holzmann Dank gebührt. Auch die anderen Krimis verdienten es in „Lettern“ gesetzt zu werden. Wer dies unterstützen möchte, kann sich gerne beim Vorsitzenden des Vereins „1000 Jahre Kronach“, {jpc size=16 font=Hilde.ttf color=000000 alt=Bild zeigt E-Mail-Adresse von Manfred Raum}manfred.raum@googlemail.com{/jpc}, melden. In der aktuellen Zeitschrift des Vereins ist der Reim-Krimi von Klaus Herbst „Mord im Schnee“ abgedruckt. Ein köstliches Lesevergnügen. Es muss aber darauf hingewiesen werden, dass Ähnlichkeiten mit lebenden Personen rein zufällig wären. Neugierig geworden? Hans Götz Weitere Infos & Bilder können Sie in unserer Bildergalerie, sowie hier und hier einsehen.
