Zweiter Bürgermeister Dietmar Schmidt (Bildmitte)

Begeistert von den Museumsführungen in Tettau und Ludwigsstadt

Zweiter Bürgermeister Dietmar Schmidt (Bildmitte)
Vorführung der „Glasbewahrer“ Auf Erkundungstour in heimische Museen begab sich eine Reisegruppe auf Einladung des Vereins 1000 Jahre Kronach, – und alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren überaus begeistert von dem, was sie dabei kennenlernen konnten. Im weitläufigen Ausstellungs- und Verkaufsraum der „Königlich Tettau“ wurden die Besucher zunächst vom Zweiten Bürgermeister Dietmar Schmidt (Bildmitte) begrüßt, der die Standorttreue der Tettauer Betriebe und deren Produktpalletten in Glas und Porzellan erläuterte. Ausgesuchtes Porzellan, von klassischen bis zu modernen künstlerischen Kreationen, von Produkten der Schwarzburger Werkstätten für Porzellankunst bis zu Hundertwasser-Motiven, konnte im Schauraum der „Königlich Tettau“ betrachtet werden und natürlich wurde auch die Möglichkeit zum Einkaufen genutzt.

In Kleintettau standen das Europäische Glas-Flakon-Museum und die Vorführungen der „Glasbewahrer“ auf dem Programm. Neben der Geschichte der Glasherstellung vermittelt die Ausstellung mit modernster Museumsausstattung eine ungemein interessante Übersicht über die Flakon-Produkte des C. A. Heinz-Unternehmens. Ferdinand Hager (Bildmitte, hinten) führte als Vertreter des „Glasbewahrer-Vereins“ die staunenden Besucher gekonnt durch die Darstellung des Glas-Imperiums. Begeistert waren diese ebenso von den Vorführungen der halb-automatischen Glasproduktion, wobei (Bild von links) die Ebersdorfer Willi Stärker als „Anfänger“, der das Glas aus dem Ofen holen muss, Helmut Jakob als „Ausbläser“ und der „Mozer“ Günter Neubauer die schweißtreibenden Arbeitsgänge erklärten und auch gleich eine Auszubildende aus der Besuchergruppe, Veronika Raum, zum „Mozen“ (Vorformen) anlernten. Vom Verein „1000 Jahre Kronach“ wird die Zusammenarbeit mit den „Glasbewahrern“ weiter gepflegt, unter anderem wird in das Kleintettauer Museumsangebot eine Maschine zur Holzwolle-Herstellung integriert, die der 1000 Jahr-Verein übergeben wird.
Nach einer Stärkung im Flakon-Museums-Café führte die Reiseroute durch Ebersdorf. Dort wird bereits der historische Dorfanger für den Kirmestanz im August präpariert. Die Sehenswürdigkeiten der Dorfkirche nebenan luden zum Verweilen ein und die Besucher staunen, was es nicht alles im Landkreis zu entdecken gibt. Den Abschluß bildete das Ludwigsstädter Schiefermuseum, mit seiner außerordentlich umfassenden Darstellung des Schieferbergbaus sowie der Herstellung und der Verwendung von Schieferprodukten. Von Frau Schmidt geführt, erfuhren die Kronacher (Begrüßung der Besucher) sehr viel über diese ebenfalls sehr harten Arbeitsbereiche, die für viele Arbeiter-Familien oft nur ein dürftiges Auskommen ermöglichten. Auch diese Ausstellung gibt mit seinen aussagekräftigen Exponaten und Darstellungen einen lehrreichen Einblick in historische Zusammenhänge der Wirtschafts- und Arbeitsprozesse in der Region, konnten die Teilnehmer feststellen.

Und übereinstimmend war man der Meinung, dass es sich lohne, öfters mal in der näheren Umgebung auf Erkundungstour zu gehen. Vom Verein 1000 Jahre Kronach sollen, so erklärte Vorsitzender Manfred Raum, deshalb auch schon bald weitere Angebote zur Museumserkundung gemacht werden, und zwar für alle Interessenten, nicht nur für Mitglieder des Vereins. (In unserer Fotogalerie sind weitere Aufnahmen von der Museumserkundung, die sicher zu einem Besuch animieren!) Fotos: Dr. K. Sperschneider Kronach, 10.7.2010 Manfred Raum