Schwerpunkte u.a. Cranach in Kronach, die Preußen vor Kronach

Heft 42 der Zeitschriftenreihe des Vereins 1000 Jahre Kronach ist erschienen: augenfällig schon die Titelseite mit einem farbenfrohen Bild von Judith Farro aus der Kronacher bretonischen Partnerstadt Hennebont. Mit der Künstlerin veranstaltet der Verein im Juni eine Ausstellung in der ehemaligen Synagoge als Beitrag zum 20jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft Kronach-Hennebont. Ein buntes Heft im wahrsten Sinne, denn nicht nur durchgehend farbig sind die Bilder zu den Beiträgen, so zum Beispiel drei Schießscheiben, die eine „Familiengeschichte“ von Dr. Gerhard Spoerl illustrieren, sondern auch die einzelnen Beiträge widmen sich aktuellen Themen genauso wie historischen Anlässen. „Die Preußen vor Kronach“, eine Erinnerung an ein vor 250 Jahren stattgefundenes Zwischenspiel des Siebenjährigen Krieges, entstammt einer Facharbeit von Maximilian Fischer. Um die Kreuzbergkapelle herum hatte sich preußisches Militär gelagert um Stadt und Festung einzunehmen, was glücklicherweise nicht gelang.
Neue Akzente im Stadt- und Ortsbild registriert Manfred Raum,
insbesondere dabei Verbesserungen in der Oberen Stadt, ebenso aber noch
vorhandene Mängel, was schon beim 2. Kronacher Stiftertag thematisiert
worden war. Über die Arbeit der Bürgerstiftung Historisches Kronach
wird ausführlich in Wort und Bild berichtet, das Vereinsporträit ist dem
„Verein regionale Kunstförderung Kronach“ gewidmet.
Im Cranach-Schwerpunkt wird an den „Fränkische Galerie-Führer“ von Dr.
Alfred Schädler und einige bedenkenswerte Aussagen in demselben
erinnert. Ein neuer Führer durch die sehenswerte Ausstellung wäre
dringend erforderlich. Insofern will der Verein mit dem Abdruck von
Einzeldarstellungen zu bedeutsamen Werken in der Fränkischen Galerie
etwas Aushilfe leisten. Begonnen wurde dazu mit der Wiedergabe der
Bildbeschreibung von Hans Pfreundner zum Cranach-Werk „Christus und die
Ehebrecherin“. Dass Cranach schon lange als Markenzeichen der Stadt
Kronach gilt, macht Manfred Raum noch einmal im gleichlautenden Beitrag
deutlich und verweist auf Cranachs Aktualität, weshalb der Verein auch
ein „Cranach-Portal“ auf seiner homepage betreibt.

