Aufmarsch im 3. Reich - Kronachs Vergangenheit

Franken unterm Hakenkreuz

# Update: Die Dokumentation ist nun auf DVD verfügbar und kann kostenlos ausgeliehen werden. Nähere Infos am Ende dieses Artikels.#

Aufmarsch im 3. Reich - Kronachs Vergangenheit
Unter diesem Titel lief am Montag, den 31.03.08 um 22.45 Uhr eine 45-minütige Dokumentarsendung, die sich mit dem Nationalsozialismus speziell in Franken befasste. In der Abendschau des Bayerischen Fernsehens wurde am gleichen Tag um 17.35 – 18.00 Uhr auf die Sendung am späten Abend aufmerksam gemacht. Stadtarchivar Hermann Wich war in einer Live-Schaltung zu dieser Thematik befragt worden.

Der Autor Stefan Meining hat auch hier in Kronach Material für seine Sendung gefunden. Bilder und Filmaufnahmen, die bisher noch nicht veröffentlicht sind, wurden vom Stadtarchivar Hermann Wich „ausgegraben“ und illustrieren, wie in Kleinstädten wie Kronach der Bazillus des Nationalsozialismus verbreitet wurde und auch hier seine Anhänger fand.

Auf der Seite von www.br-online.de können Sie bereits jetzt Informationen zu dieser Sendung lesen:

Hier einige Auszüge:[..] „In diesem Zusammenhang von großer historischer Bedeutung: Die Filme aus Kronach in Nordbayern: Die Amateuraufnahmen zeigen beispielhaft, wie sich eine kleine fränkische Stadt dem Nationalsozialismus unterwirft. Die Filme dokumentieren aber auch, wie es dem Regime gelang, die Menschen für sich einzunehmen: hier ist er der Bau der neuen Umgehungsstraße Nordhalben, dort der Besuch von Reichsorganisationsleiter Robert Ley in einer Glasfabrik, hoch oben im Frankenwald.“

„Die Buben von Kronach – neun Jahre nach dem Entstehen dieser Filmaufnahmen werden sie als letztes Aufgebot in einem längst verlorenen Krieg an der Front verheizt.

Ein Musterbeispiel für die frühe Durchdringung der Region durch die Nationalsozialisten sind die so genannten Frankentage auf dem Hesselberg, südwestlich von Nürnberg. Bereits 1928 organisiert die NSDAP hier Großkundgebungen. Ein völlig unbekannter Film zeigt, wie zehntausende Menschen damals zum Hesselberg pilgern und NSDAP-Parteigrößen zuhören. Organisator der Frankentage auf dem Hesselberg ist Julius Streicher. In Nürnberg gibt der sogenannte „Frankenführer“ den „Stürmer“ und andere antisemitische Schriften wie das Kinderbuch „Der Giftpilz“ heraus.“

(Quelle: www.br-online.de/daserste/report/archiv/2008/00457/ )

Mit welchen Mitteln die Nationalsozialisten arbeiteten, um ihre Kritiker mundtot zu machen, soll eine Meldung aus der damaligen Tageszeitung „Fränkischer Wald“ vom 28.03.1933 deutlich machen. Die Redaktion der Zeitung musste in einer öffentlichen Erklärung ihre sicherlich der Wahrheit entsprechende Berichterstattung – gegen die Nazis – als Lüge diffamieren, um nicht zuletzt auch Schaden an Leib und Leben abzuwenden.

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### — Update — ###

Wer die Dokumentation verpaßt hat oder sie noch einmal ansehen möchte, kann dies tun: Der Verein 1000 Jahre Kronach stellt hierfür eine DVD-Aufzeichnung der Sendung bereit, die unkompliziert ausgeliehen werden kann. Die an diesem Abend gesendete Dokumentation „Die Alliierten in Franken“ ist ebenfalls auf der DVD enthalten. Eine Videoaufzeichnung ist gegebenenfalls anfertigbar.

Bei Interesse bitte eine kurze Mitteilung an folgende Email-Adressedvdausleihe@1000-jahre-kronach-ev.de