
Die Kronacher Stadtfee Lucia und der Kronacher Festungsgeist Crani
„Krrrrrhhhh … ich bin spät dran“, brummelt Crani, der Kronacher Stadt- und Festungsgeist, während er durch das Festungstor Richtung Stadtturm schwirrt. An den kalten Dezembertagen wird es auch in Kronach bereits früh dunkel. Die letzten warmen Herbsttage liegen schon lange zurück, die ersten warmen Frühlingstage noch weit entfernt. Das Jahr schleppt sich unter all den Regen- und Schneewolken seinem Ende entgegen. Crani mag dieses kühle und neblige Wetter – es macht einfach zu viel Spaß zwischen all den Regenfäden und Nebelschwaden durch die Obere Stadt zu spuken.
Ursprünglich war Crani ja nicht Stadt- und Festungsgeist, sondern ein reiner und echter und ausschließlicher Festungsgeist. Und einer mit Geschichte noch dazu. Seine Ahnenreihe lässt sich immerhin bis weit vor das Jahr 1003 zurückverfolgen. Der Urururururur-Crani, der Babi hieß, kam mit den Markgrafen von Schweinfurt, den Angehörigen eines alten deutschen Adelsgeschlechts, nach Kronach. Damals eher unfreiwillig, denn dummerweise hatte sich dieser Urururururur-Crani in einer Kleiderkiste des Markgrafen Hezilo zum Schlafen gelegt. Mitten in der Nacht wurde die Kiste verschlossen, dann tage- und wochenlang quer durch die Lande kutschiert und letztlich erst wieder in Kronach geöffnet. So ist der Urahn von unserem heutigen Crani also in die urbs Crana geraten. Insgesamt gefiel es jenem Babi aber in den Anlagen auf dem Rosenberg dann doch recht gut und so ist er geblieben. Hat sich seine Babin nachgeholt, ist heimisch geworden und hat die Dynastie der Cranis gegründet.

Die alten Cranis haben ihr Leben zumeist auf der Festung zugebracht. Sie hatten auch keinen Grund, diese zu verlassen. Denn geboten war hier immer irgendetwas. Und stattlicher wurde die Anlage mit der Zeit auch. Die Burg wurde zur Festung ausgebaut – mit der Zeit entstanden neue Mauerringe und Wehrtürme, es wurden Bastionen errichtet und Wallgraben angelegt. Es ließ sich gut leben hier: Man weilte zusammen mit Fürstbischöfen, mit der Dienerschaft, mit Kriegsgefangenen und Offizieren, mit Flüchtlingsfamilien oder einfach mit den Kronachern. Alles war also recht behaglich hier für einen Festungsgeist. Der Crani des 21. Jahrhunderts ist der 51. Nachfahr jenes Urcrani und hat hier in Kronach sein Geschlecht ordentlich zu vertreten.
Es ist also Dezember in Kronach – Adventszeit. Eigentlich sollte diese Zeit die stillste Zeit im Jahr sein, jene Wochen vor Weihnachten. Doch von Ruhe in Kronach kann man nicht sprechen: In der Oberen Stadt ist der Weihnachtsmarkt in vollem Gange – die Kronacher flanieren zwischen den Buden, trinken Glühwein und Punsch und stärken sich mit Bratwürsten oder Lebkuchen. Aus beinahe allen Fenstern der Häuser glänzen die Lichter, viele der Fenster sind bunt geschmückt und auf der Straße riecht es nach Bienenwachs, gebrannten Mandeln, Zimt und allerlei mehr.
Jenseits der vielen Lichter ist es draußen schon richtig dunkel. Gerade hat die Kirchenuhr der St. Johannes Kirche sechsmal geschlagen. „Na, da schaffe ich es ja gerade noch rechtzeitig zu meiner Verabredung mit Lucia“, denkt sich Crani. Er fliegt durch die Kronacher Abendluft und huscht durch einen der Schlitze des Wehrgangs zum Neuen Rathaus. Dort angekommen hüpft er vergnügt von einem Giebel zum anderen und hält nach Lucia Ausschau, die er aber nirgends sehen kann. „Ich hätte mir ja denken können, dass sie nicht pünktlich ist!“, murmelt Crani. Noch einmal fliegt er über das Rathausgebäude hinweg, setzt sich – da er Lucia nirgendwo finden kann – letztlich auf einen der Fenstersimse, zieht die kleinen Füße an sich und wartet.
Lucia ist übrigens die Kronacher Stadtfee, die schon seit vielen Jahrhunderten in Kronach lebt. Sie ist im Sommer 1634 mit den Schweden nach Kronach gekommen. Als sie beobachtete, wie tapfer und findig die Kronacher Frauen ihre Stadt mit Pflastersteinen und kochendem Wasser gegen das angreifende schwedische Heer verteidigten, beschloss sie fortan den fränkischen Frauen statt den blonden Nordmännern beizustehen. Lucias Wohnung befindet sich in einem der unterirdischen Keller der Oberen Stadt, in welchem genau ist allerdings streng geheim.

Crani und Lucia hatten sich für heute Abend am Rathaus verabredet – so wie sie es öfter machen, denn die beiden sind schon seit Ewigkeiten gut befreundet. Während Crani also auf Lucia wartet, beobachtet er das bunte Treiben unten vor dem Rathaus. „Wie schön doch unsere Stadt ist!“, wispert Crani „alles ist so festlich beleuchtet – das Alte Rathaus, der Marktplatz, die gute alte Kirche ganz unten. Und die zahlreichen Stände auf dem Platz mit all den Glaskugeln, Adventssternen und Kerzen. Ach wie schön ist unsere Stadt in der Winterzeit!“ Plötzlich vernimmt Crani ein starkes Sausen in der Luft. „Huhu … huhu … Hallo Crani – ich bin es, Lucia!“ Voller Energie kommt Lucia von der Seite angeflogen und lässt sich neben Crani auf den Fenstersims plumpsen. „Alter Schwede, wartest du schon lange?“ „Naja – so etwa 412 Sekunden. Aber so schlimm ist das nicht. Ich habe eben die schöne Stimmung genossen, die da unten herrscht! Findest du diesen Trubel nicht auch wunderbar, Lucia?“ „Ja, da hast du recht, Crani!“, stimmt Lucia ihm zu. „Na, und was wollen wir heute Abend noch machen?“, erkundigt sie sich, „Hast du Lust auf unser Rätselspiel?“
Crani und Lucia haben sich nämlich ein lustiges Spiel ausgedacht, um sich an den langen Herbst- und Winterabenden die Zeit zu vertreiben. Die beiden fliegen durch die Kronacher Stadt, beschreiben sich einander Gebäude, Plätze, Brunnen und andere Besonderheiten der alten Crana und der jeweils andere muss erraten, um welches gesuchte Objekt es sich handelt!
{slide=1. Adventswoche: Klicken Sie hier, um das erste Rätsel zu sehen}
{tab=1. Weihnachtsrätsel}
„Oh ja, das Rätselspiel, das ist eine gute Idee! Lass und gleich damit beginnen“, erwidert Crani „Wer fängt an?“ „Natürlich »ladies first«!“, antwortet Lucia schnell.
„Nun, höre gut zu, Crani, was ich dir über das gesuchte Baudenkmal zu erzählen habe…
Vor einigen Jahren noch hatte es ein eher schwarzgraues Aussehen – sein Alter hatte ihm schwer zu schaffen gemacht. Und auch die Witterung hatte dem Gebäude zugesetzt. Eine grundlegende Sanierung war somit mehr als nötig und so entschloss man sich vor wenigen Jahren zu dessen Wiederherrichtung und Instandsetzung. Jetzt erstrahlt nicht nur die wunderschöne Renaissancefassade im neuen Glanz. Eine hölzerne Säule mit der Jahreszahl 1541 gilt als eines seiner ältesten Gebäudeteile und zeigt seine Bejahrtheit. Ein „Wilder Mann“ und eine „Wilde Frau“ beobachten seit Jahrhunderten, wer hier ein und aus geht.“
Wissen Sie, um welches gesuchte Objekt es sich handelt ?
Schreiben Sie Ihre Lösung auf folgendes Formular und werfen Sie dieses in die dafür vorgesehene Gewinnspiel-Box am Weihnachts-Marktstand der „Bürgerstiftung Kronach“ ein.

Viel Spaß beim Rätseln!
Das Stadtbuch hat gewonnen: Wolfgang Säum aus Kronach
Den Stiftla-Krug hat gewonnen: Verena Martin aus Kronach
Herzlichen Glückwunsch den Gewinnern!
{tab=Lösung des ersten Weihnachtsrätsels}
Das gesuchte Baudenkmal ist das Alte Rathaus in der Oberen Stadt !
Das Stadtbuch hat gewonnen: Wolfgang Säum aus Kronach
Den Stiftla-Krug hat gewonnen: Verena Martin aus Kronach
Herzlichen Glückwunsch den Gewinnern!
{/tabs}{/slide}
{slide=2.Adventswoche: Klicken Sie hier, um das zweite Rätsel zu sehen}
{tab=2.Weihnachtsrätsel} Auch diesen Sonntag haben sich das Festungsgespenst Crani und die Stadtfee Lucia vor dem Rathaus verabredet und auch heute wollen sie wieder rätseln. Diesmal ist Crani derjenige, der Lucia ein Rätsel stellt.
„Liebe Lucia, für dich ist das heute aber ein leichtes Rätsel, denn was ich suche, hat auch mit Dir und Deinen Schweden zu tun !
Nun, höre gut zu, Lucia, was ich dir über das gesuchte Objekt zu erzählen habe…
Verliehen wurde es für Heldenmut und Tapferkeit im Jahre 1651. Die zwei Schildhalter erinnern an eine grausame Begebenheit, stehen aber auch heute noch symbolisch für die Kronacher Bürger, die in vielen Situationen Courage und Beherztheit zeigten und zeigen. Nicht nur eine Säule trägt es, sondern u.a. auch der Briefkopf des Bürgermeisters wird von ihm geziert.“
Wissen Sie, um welches gesuchte Objekt es sich handelt ?
Schreiben Sie Ihre Lösung auf folgendes Formular und werfen Sie dieses bis zum nächsten Sonntag, 20 Uhr, in die dafür vorgesehene Gewinnspiel-Box am Weihnachts-Marktstand der „Bürgerstiftung Kronach“ ein.

Das Stadtbuch hat gewonnen: Heike Simon aus Steinwiesen
Den Stiftla-Krug hat gewonnen: Gashi Patjim aus Kronach
Herzlichen Glückwunsch den Gewinnern!
{tab=Lösung des zweiten Weihnachtsrätsels}
Das gesuchte Objekt ist das Kronacher Stadtwappen !
Das Stadtbuch hat gewonnen: Heike Simon aus Steinwiesen
Den Stiftla-Krug hat gewonnen: Gashi Patjim aus Kronach
Herzlichen Glückwunsch den Gewinnern!
{/tabs}{/slide}
{slide=3.Adventswoche: Klicken Sie hier, um das dritte Rätsel zu sehen}
{tab=3.Weihnachtsrätsel} Heute, am zweiten Adventssonntag, haben sich unsere beiden Spukgestalten auch wieder auf dem Dach des Neuen Rathauses verabredet.
Die Kronacher sollten am Abend einmal ganz genau die fünf Giebel des Gebäudes beobachten … vielleicht sehen sie die beiden … wer weiß ?!?
An diesem Abend ist es wieder Lucia, die ein Rätsel stellt. Sie hat während der Woche extra in alten Geschichtsbüchern geschmökert, um Crani ein ganz besonders kniffeliges Rätsel aufzugeben !
„Nun, höre gut zu Crani, was ich dir über das gesuchte Gebäude zu erzählen habe …
Es ist vermutlich das älteste Gebäude der Stadt und ist wohl im 13. Jahrhundert erbaut worden.
1444 wurde es einer alten Rechnung zufolge mit „300 Ziegeln“ ausgebessert und im 16. Jahrhundert wurden Handwerker dazu ermahnt „stets miteinander arbeiten“, damit das Bauwerk „zum förderlichsten gefertigt werde“. Einer Legende zufolge hat sich auch Napoleon Bonaparte über die Ästhetik des Gebäudes seine Gedanken gemacht.
Auch fand sich darin eine so genannte „Wein- oder Schlafglocke“, die die Vorstädter allabendlich daran erinnerte, dass die Stadttore bald geschlossen würden und also dazu ermahnte, die Obere Stadt rechtzeitig zu verlassen.
Stefan Wicklein, als 2. Viertelmeister, ist für dieses Gebäude zuständig. Und will man es besichtigen, muss man mit ihm über 70 Stufen emporsteigen. Für die Mühen belohnt wird man dann mit einer wunderbaren Aussicht über Kronach.“
Wissen Sie, um welches gesuchte Objekt es sich handelt ?
Schreiben Sie Ihre Lösung auf folgendes Formular und werfen Sie dieses bis zum nächsten Sonntag, 20 Uhr, in die dafür vorgesehene Gewinnspiel-Box am Weihnachts-Marktstand der „Bürgerstiftung Kronach“ ein.

Viel Spaß beim Rätseln!
{tab=Lösung des dritten Weihnachtsrätsels}
Das gesuchte Gebäude ist der Stadtturm in der Oberen Stadt !
Das Stadtbuch hat gewonnen: Stefanie Barnickel aus Pressig
Den Stiftla-Krug hat gewonnen: Thimo Paschke aus Rehau
Herzlichen Glückwunsch den Gewinnern!
{/tabs}{/slide}
{slide=4.Adventswoche: Klicken Sie hier, um das vierte Rätsel zu sehen} {tab=4.Weihnachtsrätsel}
Nachdem Lucia Crani in der letzten Woche ein doch nicht so einfaches Rätsel aufgeben hat, packte auch Crani der Ehrgeiz. Unter der Woche hat er in den Zeitschriften des Vereins „1000 Jahre Kronach“ gestöbert und hat sich auch vielerlei verschiedene Bücher rund um Kronach besorgt. Dabei entdeckte er auch das Buch des Lions Club Kronach – „Dokumentation zum Stadtrundgang durch Kronach“. Daraus will er heute Abend Lucia ein Rätsel aufgeben …aber pssssst ! nicht verraten, welcher Quelle er sich bedient !! Abgemacht ?
Am Abend sind Lucia und Crani wieder auf dem Dach des Neuen Rathauses verabredet. Voller Eifer und ohne Umschweife gibt Crani Lucia auch gleich sein Rätsel auf:
„Nun, höre gut zu, Lucia, was ich dir zu erzählen habe … ich bin gespannt, ob du die Lösung meines Rätsels herausfindest …
Als sich das Leben in Kronach noch innerhalb der Stadtmauern abspielte, war diese Straße die wichtigste und größte.
Hier befand sich das Bischöfliche Kastenamt, die Thurn- und Taxische Poststation und ein Floßmeisterhaus. Die alte Synagoge mit dem anschließenden Wohnviertel der „Judischheit“, die Westseite des Rathauses mit Markthalle und Brunnenanlage und die Martinskirche lagen hier.“
Von welcher Straße erzählt Crani?
Schreiben Sie Ihre Lösung auf folgendes Formular und werfen Sie dieses bis zum nächsten Sonntag, 20 Uhr, in die dafür vorgesehene Gewinnspiel-Box am Weihnachts-Marktstand der „Bürgerstiftung Kronach“ ein.

Viel Spaß beim Rätseln!
{tab=Lösung des vierten Weihnachtsrätsels}
Die Lösung lautet: Amtsgerichtsstraße
Der Stiftla-Krug wurde gewonnen von Sabine Säum aus Kronach
Das Stadtlesebuch wurde gewonnen von Anne Behrschmidt aus Wallenfels
Lucia und Crani wünschen Ihnen ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest
und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

{/tabs}{/slide}
Die Lösung zum jeweiligen Rätsel kann bis zum darauffolgenden Sonntag 20.00 Uhr am Stand der Bürgerstiftung „Historisches Kronach“ auf dem Kronacher Weihnachtsmarkt in eine eigens dafür bereitgestellte Rätselbox eingeworfen werden.


Zu gewinnen gibt es jeden Sonntag einen „Stiftla-Krug“ und das „Kronach- Buch“, herausgegeben von Reinhard Feldrapp und Sabine Raithel.
Die Gewinner werden am Montagmorgen ab 10 Uhr auf der Internetseite des Vereins bekannt gegeben. Der Gewinn kann unter der Woche im Tourismusbüro und am Wochenende am Weihnachtsmarktstand der Bürgerstiftung abgeholt werden.
Bei mehreren richtigen Lösungen entscheidet das Los. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
