
Fotografin: Dr. Kerstin Sperschneider
Wenn man nicht gerade als kunstsinniger Besucher den Landkreis erforschte und sich die Mühe machte, die verschiedenen Standorte der Künstler zu lokalisieren, dann bekam man leider nur wenig zu spüren von der Präsenz dieses Kunstevents. Und das ist eigentlich schade.
Eine Fokussierung an einem Ort, z. B. der Festung, würde sicherlich dieser Intention dienlicher sein. Vielleicht käme dieser Ansatz dem Gedankenaustausch der Künstler untereinander auch entgegen. Die Besucher hätten zudem die verschiedenen künstlerischen Ansätze im unmittelbaren Vergleich an einem Ort und sie könnten die kraftvolle Arbeit an den Objekten über die Geräuschkulisse körperlich viel stärker erleben.
Was aber verloren ginge, wäre der breite Ansatz dieses Konzeptes: die Kunst eben nicht zu zentralisieren sondern diese in die Region zu tragen, um dort Denk-Anstöße künstlerische Art zu geben oder sogar auch „anstößig“ zu sein. Dann darf man aber die Künstler nicht in Bauhöfe verbannen, wo die Menschen mit der Kunst nicht zusammen kommen können. Dann muss Kunst im öffentlichen (wenn notwendig überdachten) Raum an Plätze stattfinden, wo sich Menschen begegnen und wo sie auch der Kunst begegnen können. Nun, über die verschiedenen Konzepte ließe sich vortrefflich disputieren. Es bleibt aber letztendlich dem Initiator dieses so großartigen Projektes überlassen, welche Form er der Kunst, den Künstlern und der Region für dienlich hält. Diesem in seiner Art einmaligen Projekt ist für die Zukunft noch mehr Unterstützung zu wünschen, damit der Erfolg erhalten bleibt und sich noch vergrößern möge. Weitere Infos und Bilder unter www.ingo-cesaro.de
