Wer bekommt die Festung?

Wer behält die Festung? Will überhaupt jemand die Festung?

Diese Fragen beschäftigen seit einiger Zeit die Kronacher Bürger. Nun zeichnet sich eine Lösung ab. Denn, die letzte Frage kann eindeutig mit „Ja“ beantwortet werden. Wie nun bekannt wurde, ist der Stadt Kronach seit Jahren ein Interessent bekannt (siehe Foto). Er hat den Verantwortlichen auch ein schlüssiges Konzept vorgelegt. Dieses Konzept, das jahrelang im Vorzimmer des Bürgermeisters im wahrsten Sinne des Wortes „in der Schublade lag“, soll nun hier vorgestellt werden.

Nennen wir den uns bekannten Interessenten G.S. G.S. ist kein gebürtiger Franke, aber aufgewachsen im Fränkischen, heimisch in Franken und doch als „fränkischer EuropaNarr“ auch in Frankreich, Polen und Italien präsent. Sein Netzwerk endet nicht an europäischen Grenzen, es reicht bis nach Moskau, zu Jewgeni, den er in Charkow traf, um die russische Seele zu ergründen und um dann festzustellen: „Russland ist nicht mit dem Verstand zu begreifen.“ Um G.S zu begreifen, wollen wir uns jetzt seinem Konzept zuwenden. Es ist auf 22 Seiten – im quadratischen Format– niedergeschrieben und gezeichnet. Ja gezeichnet! Architektonische Entwürfe oder Werkzeichnungen sind es zwar nicht, die in seinem Konzept zu finden sind. Jedoch lösen die Zeichnungen Visionen aus. Visionär auch die Texte – aber klar in der Zielsetzung – fassbar – umsetzbar. Er schreibt von Theater, Festival und Hotellerie, aber auch von einer radikalen Zäsur gegenüber Heimatmuseen. Ein „Haus der fränkischen Literatur“ erscheint ihm dagegen würdig für die Festung Rosenberg. Dafür will er auch den Ministerpräsidenten gewinnen, der nach seiner Meinung kaum Einwände vorbringen kann, unterhält er doch seit Jahren ein „Institut für bayerische Literaturgeschichte“. Eine Druckerei (Rosenberg Druck) wäre zwangsläufig vonnöten, für die laufenden Neuerscheinungen der fränkischen Dichter, die im monatlichen Wechsel sich über Kronach ergießen sollen. Der Clou ist allerdings das A.E.M. (Ambiente-Event-Management). Dieses zielt ab auf die effektive Verwertung der vielen Freiflächen im Festungsgelände. G.S. versus seine polnische Architektin M.S. denkt an eine weltweite einmalige Sammlung von ausrangierten Burgtürmen, die wiederum als lukrative Jugendherbergen benutzt werden sollen. Dazu ein Luftlanderestaurant, das die Gäste der einfliegenden Zeppeline aus ganz Deutschland aufnehmen soll. Dazu Berber-Rennen auf rassigen Pferden oder Dromedaren. Welch kühne Visionen! Wer in dieses visionäre Konzept von G.S. eintauchen möchte, kann sich den vollständigen Text gegen eine kleine Gebühr von 3,- € + 1,- € Versandkosten unter dem Stichwort “G.S.“ zuschicken lassen (siehe Shop).

Der Interessent
Die Visionen
Das Konzept

Die 4,- Euro kommen auf jeden Fall, egal ob Sie für oder gegen das Konzept sind, dem Unterhalt der Festung Rosenberg zugute.

Hans Götz