Mitgliederversammlung am 31. Juli 2015 – Entlastung der Vorstandschaft

Vorstandsbericht für den Zeitraum August 2014/Juli 2015

Entlastung der Vorstandschaft

In der Versammlung gab Vorsitzende Manfred Raum den nachfolgenden Arbeitsbericht und Kassier Richard Chalupa den geprüften Kassenbericht – anschließend wurde die Vorstandschaft einstimmig entlastet.

Zur diesjährigen Mitgliederversammlung haben wir in die ehemalige Synagoge eingeladen, weil uns unser Vorstandsmitglied Christian Porzelt zu der Ausstellung „Die Bambergers – eine jüdische Familie in Kronach“ einige Informationen aus erster Hand geben wird, er hat die Ausstellung mit erarbeitet. Unser Verein hat die Ausstellung finanziell mitgefördert.

Ein weiteres Förderprojekt – inKooperation mit der Sparkassenstiftung Kronach – ist ebenfalls abgeschlossen: die Restaurierung des Lorenz Kaim-Gemäldes „Frl. Hartenstein“. Das schöne Portrait wird hoffentlich einmal eine städtische Lorenz-Kaim-Galerie zieren. Die Vorstandschaft hat für kunsthistorische Untersuchungen zur Klärung der Cranach-Hartlin-Frage einen Förderzuschuß in Aussicht gestellt. Christian Porzelt ist beauftragt worden, an der Bamberger Uni dafür Interessenten zu finden. Auch fördern wir die Teilnahme an Seminaren der Denkmalakademie.

Am 23. September hat der Verein in Kooperation mit dem örtl. Freundeskreis der Evg. Akademie Tutzing zu einem Vortrag des Schmalkaldener Museumsdirektors Dr. Kai Lehmann über das Thema der Hexenverfolgungen eingeladen. Die Vorstandschaft hat die Hexendokumentation im Kronacher Hexenturm besichtigt, weil ein Zuschußantrag der Stadt vorlag, die Beleuchtung darin zu fördern. 2. Vorsitzender Hans Götz hat sich in verschiedenen Beiträgen auf der homepage des Vereins mit dem Thema „Kronacher Hexen-Rehabilitation“ beschäftigt. Wir haben eine Studienfahrt nach Zeil a.M. (12.10.14) durchgeführt, um die dortige Ausstellung im Zeiler Hexenturm kennenzulernen. Hans Götz hatte dazu eine kleine Infobroschüre bereitgestellt. Die Fahrt, die auch in das Knauf-Museum Iphofen führte, fand großen Anklang. Unsere Erkenntnisse waren, dass die Kronacher Hexenprozesse besser aufbereitet und dokumentiert werden sollten. Die Vorstandschaft hält eine umfassendere und aussagekräftigere Bearbeitung der Kronacher Hexenprozesse für notwendig.

Bei den Kronacher verkaufsoffenen Sonntagen und beim sog. Martinimarkt haben die Mitglieder unseres Arbeitskreises Bürgerstiftung jeweils Textil-Handarbeiten angeboten. Vom Verein wurden dazu Bücher und Zeitschriften verkauft, sowie kleine Verlosungen organisiert. Für den Einsatz und die stattlichen Erlöse ist hier besonderer Dank zu sagen.

Die Martinimarktveranstaltung hat unser Mitglied Türmer Thomas Baier mit einer Stadtsonderführung begleitet, er freut sich auf weitere Einsätze. Hinter den Kulissen wurde unter anderem an der Kronacher-Krimi-Szene gearbeitet, am Neuseser Marternrundweg und an der Herausgabe der sog. Mertel-Chronik, an einer Ausstellung aus dem Cranach-Archiv des Vereins zum Cranach-Jahr 2015, einer Mitgliederbefragung und einer neuen Zeitschrift. Zum allgemeinen Vorlesetag (am dritten Freitag im November) lasen Autoren unseres Kinderbuches „Kronacher G´schichten“ in der M.v.Welsch-Realschule aus dem Buch vor. Die Erstauflage des Buches ist fast verkauft. Der Neuseser Marternrundweg konnte am 11. Dezember 2014 in der Presse vorgestellt werden und ist beim Neuseser vorweihnachtlichen Dorffest erstmals zum Verkauf angeboten worden.

Den Vereinsmitgliedern wurde mit dem Mitgliederrundbrief vom 30.12.2014 ein Exemplar des Neuseser Marternrundwegs als Neujahrsgruß übersandt. Der Arbeitskreis Bürgerstiftung nutzte das Frühlingsshopping zu einem Verkaufsangebot wiederum im ehem. Laden der Fa. Hoderlein (14./15. März 2015), und am 21. März trat Krimi-Arbeitskreisleiter Udo Gellner mit der Autorenlesung von Wolfgang Polifka aus seinem Buch „Die Rosenberg-Pergamente“ an die Öffentlichkeit. Der AK sucht die Kronacher Krimi-Autoren-Szene zu fördern und wird mit der Kreisbibliothek im Herbst zu weiteren Lesungen kooperieren. Von Mitte April bis Mitte Mai wurde in der Sparkasse Kronach unter dem Motto „Lucas Cranach d. Ä. – Münzen, Medaillen und mehr“ eine Ausstellung von Objekten aus unserem Cranach-Archiv gezeigt. Im Kronacher Cranach-Archiv sammeln wir alles, was nicht im Museum hängt: Cranach – wie er „verehrt, vereinnahmt und vermarktet“ wird. Wir freuen uns auf Objektspenden und auf Hinweise auf solche Gegenstände etc., die in unsere Sammlung gehören. Die Vorsitzende der Max-Baumann-Gesellschaft, Frau Dr. Geck, hat angeregt zum 100. Geburtstag von Max Baumann im Jahr 2017 eine Aufführung mit Werken von ihm sowie eine kleine Erinnerungsausstellung zu organisieren. Hierfür müssen Kooperationspartner gefunden werden. Auf unserer homepage informieren wir über das Vereinsgeschehen, zuletzt über einen Besuch der Lucas-Cranach-Preisträger Geissler/Sann (2004), deren Buch „Return to Veste Rosenberg“ mit vielen ausgezeichneten Farbaufnahmen von der Festung damals der Verein herausgegeben hat. Es ist hier erhältlich. Für die homepage und für die Zeitschrift sind immer Beiträge gesucht sowie Mitarbeiter/innen.

Mit dem Mitgliederrundschreiben vom 5. Mai luden wir u.a. zur Fahrt nach Schmalkalden (u.a. LGS) ein (Termin jetzt 30. August), ferner zu einem Ausstellungsbesuch auf der Festung (dessen Termin leider verschoben werden mußte) und zur Subskription für die „Mertel-Chronik“. Mit der Einladung zur heutigen Mitgliederversammlung sandten wir allen den schon erwähnten Mitglieder-Fragebogen, der eine Orientierung für unsere zukünftige Arbeit ergeben soll. Erfreulicherweise kamen schon Rücksendungen, wir hoffen, dass noch viele gute Ideen eingehen werden. In der heutigen Versammlung weisen wir mit einem Spendenaufruf auf das Projekt „künstlerische Ausgestaltung am Storchenturm“ hin und bitten um Spenden (heute ins Spendensparschwein oder auf unser Konto: Zweck Storchenturm). Der hübsche kleine Platz am Storchenturm soll mit Sitzgelegenheiten, künstlerisch gestaltet von Heinrich Schreiber, ausgestaltet werden.

Briefmarkenfreunde bitten wir einmal mehr um Unterstützung für den Aufbau einer Cranach-Briefmarken-Motiv-Sammlung im Rahmen unseres Cranach-Archivs; im Oktober wird es für Lucas Cranach den Jüngeren eine Sondermarke geben (45 Cent), sowie eine Ausstellung der Oberfränkischen Philatelisten. Wir wollen dabei mit eigenen Angeboten auftreten und die LCdJ-Marke mit unseren LCdÄ-Ansichtskarten kombinieren. Die Vorstandschaft hat ferner beschlossen, in der Partnerstadt Hennebont über LCdÄ mittels einer Ausstellung von Reproduktionen ausgewählter Werke zu informieren; die Ausstellung könnte später evt. auch in Kiskunhalas gezeigt werden.

Mit diesen bereits in Arbeit befindlichen Projekten schließe ich den Bericht und verweise nur noch auf die heute druckfrisch vorliegende „Fortgesetzte Chronik der Stadt Cronach“.

Manfred Raum, Vorsitzender Kronach, 31. Juli 2015