
Dieser Fürstbischof zeichnete die Kronacher für deren Stand- und Wehrhaftigkeit bei den drei Belagerungen während des Dreißigjährigen Kriegs aus. Fürstbischof Melchior Otto sei ein weltlicher Landesfürst gewesen und kein geweihter Bischof wie heute, erklärte Regionaldekan Thomas Teuchgräber. Der Kronacher Bürgermeister erhielt eine besondere Goldene Kette, die Stadt bekam ein besonderes Wappen. Die Räte der Stadt versprachen, eine hohe steinerne Säule zu errichten, die noch heute auf dem Melchior-Otto-Platz steht. Damals wurde auch ein jährliches Hochamt gestiftet, mit dem der Fürstbischof erreichte, dass jedes Jahr die Verantwortlichen der Stadt sich gemeinsam zum Gottesdienst treffen. Die folgende Aussprache sei sehr sinnvoll, meinte Regionaldekan Teuchgräber. Seit einiger Zeit nehmen auch die Historischen Gruppen am Festtag teil.

In seiner Predigt betonte Regionaldekan Teuchgräber, dass mit dem für
diesen Tag vorgesehenen Evangeliumstext über die Hochzeit von Kanaa und
dem Wunder der Wandlung von Wasser zu Wein auch uns heute Mut gemacht
werde. Manchmal kämen uns die Kräfte zum Durchhalten abhanden. Auch
dort wo ich selbst nur mit Wasser koche vermöge es Gott, dieses in Wein
zu verwandeln. Dies könne auch Hoffnung machen bei Fragen zur
Partnerschaft oder Problemen in der Kindererziehung. Wo ich nicht mehr
weiter weiß, wo mir die Kräfte und Mittel versagen sei Gott in der
Lage, Wasser in Wein zu verwandeln. Natürlich müssten wir selbst
zupacken. Gott lasse uns das Wasser zusammentragen, verlange unsere
Mitarbeit.

