
Zu einem Treffen in der Desera hatte der Verein 1000 Jahre Kronach e.V. eingeladen um über den Stand der Hausheiligenaktion zu berichten. In Friesen sind besonders viele kleine Skulpturen an und in Häusern vorhanden, und deren Besitzer waren nun eingeladen, sich über ihre Schätze auszutauschen. Dazu gab Kreisheimatpfleger Roland Graf, der auch Musterbeispiele von Madonnenskulpturen mitgebracht hatte, viele aufschlußreiche Erklärungen zur Bedeutung der einzelnen Heiligen. Bedauerlich sei das langsame Verschwinden solcher für die Gegend typischer Figuren an den Häusern.
Graf konnte auch über Beispiele von Diebstählen berichten und über das Wiederauffinden des Diebesgutes.
Ausstellung geplant
Dr. Kerstin Sperschneider hat in Friesen zahlreiche dort noch vorhandene Skulpturen bereits erfassen und fotografieren können. Sie übergab an die Besitzer Bilder von ihren Schätzen und bat um Mitteilung von Einzelheiten zu den jeweiligen Skulpturen, wie Entstehungszeit oder Anlaß der Aufstellung. Die Sammlung der Erkenntnisse über Hausmadonnen und Hausheilige soll zu einer Ausstellung in der Vorweihnachtszeit in Kronach führen und möglicherweise zu einer Veröffentlichung, erläuterte Frau Sperschneider. Vereinsmitglied Christian Porzelt berichtete über seine Recherchen im Stadtarchiv Kronach, wo aus einer Aufstellung aus der Vorkriegszeit ersichtlich sei, wieviel an solchem Kulturgut schon verloren gegangen sei.
Vereinsvorsitzender Manfred Raum betonte, dass es, um weiteren Verlusten entgegenzuwirken, wichtig sei, die Aktion zu unterstützen und in der Öffentlichkeit mehr Bewußtsein für die Bedeutung der kleinen Kunstwerke zu schaffen. Dank sagte Frau Sperschneider allen Mitwirkenden, vor allem dem Kreisheimatpfleger Roland Graf, Christian Porzelt sowie Gitti Müller, die das Treffen bei Kaffee und Kuchen organisiert hatte. KC. 28.10.11 mr
