Pressebericht des Vereins 1000 Jahre Kronach e. V.

Themenübersicht

  • Verein als Kronach-Botschafter
  • Lorenz-Kaim-Bild wird restauriert
  • Kelleranlagen erkundet

Verein seit langem Kronach-Botschafter

Als einen Botschafter für die Stadt Kronach, der seit seiner Gründung vor 25 Jahren mit außergewöhnlichen Projekten die Qualitäten der Stadt herausstellt und vermehrt hat, sieht Vorsitzender Manfred Raum den Verein. Beim letzten Stammtischgespräch ging es unter anderem um den Vorschlag, Werbebotschafter für Kronach zu etablieren. Mitglied Barbara Mann schilderte in diesem Zusammenhang, wie sie es sich zum Anliegen macht, die Besonderheiten der Stadt und des Frankenwalds den Gästen ihrer Ferienwohnung zu vermitteln. Diese müssten so überzeugt werden, dass sie dann in ihrem eigenen Bekanntenkreis von unserer Region und ihren Vorzügen schwärmten. So viel Engagement freute natürlich Dr. Kerstin Löw, die als Gast aus der Arbeit des Tourismusbetriebs berichtete. Dabei gebe es viele Fortschritte bei der Vermarktung von Cranach und Festung Rosenberg, es bleibe aber noch viel zu tun, z.B. im Hinblick auf Übernachtungsmöglichkeiten oder Erreichbarkeit der Festung.

Das Cranach-Jahr 2015 sei ihrer Meinung nach erfolgreich gewesen, daran müsse weitergearbeitet werden. Das sei insbesondere deshalb notwendig, wurde im Gespräch festgestellt, weil Kronach als Geburtsstadt zum Thema Cranach – abgesehen von einigen geliehenen Werken in der Fränkischen Galerie – doch im Vergleich zu Wittenberg und anderen Cranach-Stätten sehr wenig aufzuweisen habe. Der Besuch der POP UP CRANACH –Ausstellung auf der Festung Rosenberg sei in diesem Zusammenhang allen Kronachern, vor allem Familien, zu empfehlen. Der nächste Vereinsstammtisch wird Anfang April mit einem stadthistorischen Thema stattfinden.

Lorenz Kaim-Werk wird restauriert

In ihrer jüngsten Sitzung beschloss die Vorstandschaft des Vereins zur Restaurierung des Portraits von Lorenz Kaims Frau Franziska mit einer Kostenbeteiligung von rund 1150,–€ beizutragen. Die Maßnahme wird in Kooperation mit der Bürgerstiftung Historisches Kronach durchgeführt, die denselben Betrag übernimmt. Von der Stadt Kronach als Eigentümerin wird erwartet, dass das Bild nach der Restaurierung für eine Ausstellung im Rahmen von Stiftertagen bereitgestellt wird. Dass es auch in einer dauerhaften Lorenz-Kaim-Ausstellung der Öffentlichkeit gezeigt wird und nicht im Depot versteckt bleibt, wird gewünscht.

Schwerpunkt Kelleranlagen

Zu Beginn des Treffens wurden Kelleranlagen in der Oberen Stadt zusammen mit Türmer Thomas Baier besichtigt. Insbesondere die imposanten Kellerräume unter dem Haus Lucas Cranach-Str. 4, die der Türmer in seinen Führungen begeht, begeisterten die Vorstandsmitglieder. Stadtvogt Hans Götz hatte angeregt, dass sich der Verein bei der Ausgestaltung der Anlage, besonders einer Verbesserung der Lichtinstallationen, fördernd einschaltet. Diesem Vorschlag folgte die Vorstandschaft und vereinbarte mit dem Türmer die Einholung näherer Einzelheiten und Kostenvoranschlägen für das Projekt. Mit ihm wurde sodann auch für die nächste Zeit wieder eine Türmerführung vereinbart, und Manfred Raum machte den Vorschlag für eine Exkursion nach Zeitz um die dortigen touristischen Kellernutzungen kennenzulernen.

Krimi-Lesungen und Kurzgeschichten-Projekt

In Kürze wird der Verein, wie Arbeitskreisleiter Udo Gellner mitteilt, zu Krimi-Lesungen einladen, und zwar werden Kronach-Krimis im Vordergrund stehen: einmal wird die Mitwitzerin Marion Nemmert aus ihrem neuesten Regionalkrimi Verhängnisvolle Kunst lesen, bei dem es um kriminelle Machenschaften im Zusammenhang mit einem Cranach-Werk aus der Fränkischen Galerie geht. Zum anderen wird der gebürtige Kronacher Wolfgang Polifka nach Kronach zur Lesung kommen, wobei noch nicht feststeht, ob er aus seinem Roman Die Rosenberg Pergamente vorlesen wird oder einen noch nicht veröffentlichten Kronach-Cranach-Krimi vorstellt.

Nachdem das Kronacher Kinderbuch Kronacher G´schichten eine erfreulich gute Auf- und Abnahme gefunden hat, wurde heuer vom Verein zum Schreiben von Kurzgeschichten aufgerufen. Vorsitzender Manfred Raum berichtete von ersten Rückmeldungen, die erwarten ließen, dass sich doch viele Gedanken machten über die Teilnahme. Niemand brauche Bedenken zu haben, meinte Raum, es gehe einfach darum, sich mal mit der Erarbeitung einer solchen Kurzgeschichte zu befassen. Und sollte es zu einer Veröffentlichung kommen, könnte ja auch noch immer unter einem Pseudonym geschrieben werden. Alle Einzelheiten für das Projekt können auf der Homepage des Vereins (Zum Artikel) nachgelesen oder können beim Verein angefordert werden (Tel. 20409).

Kronach, 20.3.16 mr