War es für die Mathias Güthlein-Ausstellung ein Fehlstart oder ein Alleinstellungmerkmal? Diese Frage stellt sich nach der Eröffnung von „Kronach leuchtet“ am Freitag, dem 03.05. Die Güthlein-Ausstellung im Chalupa-Haus präsentierte sich nämlich „unbeleuchtet“ und war somit die einzige Station, die sich ohne Licht präsentierte. Ein Versäumnis der Macher? Nein, es fehlte der Hausherr Richard Chalupa. Und ohne Richard keine Ausstellungseröffnung!

Die wird heute, am Samstagabend nachgeholt. Dann können alle Kronacher und Besucher mehr über Mathias Güthlein erfahren. Ihm, dem fast vergessenen Kronacher, ist diese Ausstellung gewidmet: einem gelernten Papierblumenmacher, einem Käsperlaschnitzer, einem Puppenspieler und einem Katzenliebhaber. Als „Katzenhaus“ war auch sein Wohnhaus am Pförtlein bekannt. Dort hegte und pflegte er mit seiner Schwester verwahrloste Katzen.
Das Wohnhaus besteht nicht mehr. Es ist jetzt in den Gastronomie- und Hotelbetrieb „s´Antla“ integriert. Der Hotelbesitzer Bernd Holzmann hat von Heinrich Schreiber dankenswerterweisein Erinnerung an diesen besonderen Zeitgenossen Sandsteinreliefs am Garagenportal anbringen lassen.
Dies und die erhaltenen Objekte dieses Lebenskünstlers können nun im Antla und im benachbarten Chalupa-Haus besichtigt werden. Ein Prospekt zeichnet den Lebensweg von Mathias Güthlein nach.

Der Verein „1000-Jahre-Kronach-eV“ sieht sich verpflichtet, an diese Person zu erinnern, die mit ihrer „Volkskunst“ im Kleinen und mit ihrer normabweichenden Lebensweise einen bunten Beitrag zum gesellschaftlichen Leben in Kronach geleistet hat.
Hans Götz, 04.05.13