
Daran soll nun mit einer Aktion erinnert werden, die am kommenden Donnerstag, 18.00 Uhr vor dem Rathaus der Stadt Kronach stattfinden wird.
Stadtvogt Hans Götz wird in Begleitung seiner Viertelmeister dem Oberbürgermeister eine lebende Housnkuh übereignen, damit diese vom Schmäußtag (09.06.) bis zum Historischen Stadtspektakel (19.06.) in einem Hasenstall vorm/am/im Rathaus die ihr zustehende „Amtsstelle“ einnimmt. Den Besuchern des Rathauses und den Kronacher Gästen soll die Housnkuh durch ihre Präsenz an ihre „große Tat“ während des Dreißigjährigen Krieges erinnern und auch Symbol dafür sein, dass es aus schwierigen Lebenslagen immer wieder hoffnungsvolle Auswege gibt.
Die „Housnkuh“ hat in Kronach schon zahlreiche Würdigungen erfahren. Bildhauer Heinrich Schreiber versäumt es selten seine weltlichen Kunstwerken immer wieder mit der Housnkuh zu schmücken. Von ihm stammen auch die drei Häsinnen auf der Stadtmauer über der Schwedenstraße. Als Gebäck verwöhnte die Housnkuh eine zeitlang die Gaumen der Kronacher. Diese wiederum tragen mit stolz die Bezeichnung „Kroniche Housnkuh“, die zwar früher mehr als Schimpfwort gegenüber den Kronacher Stadtbewohnern galt, zwischenzeitlich aber von diesen immer mehr als Ehrenbezeichnung empfunden wird. Nun wird von historischer Seite für eine begrenzte Zeit wieder auf die „Housnkuh“ aufmerksam gemacht. Unterstützt wird diese Aktion vom Kleintierzuchtverein, deren Vorstandsmitglied Herr Nentwich dankenswerter Weise die Betreuung der Housnkuh am Rathaus übernimmt.

Wer sich als „Kroniche Housnkuh“ fühlt, ist herzlich zur „Inthronisation“ am Donnerstag, 9. Juni um 18.00 Uhr eingeladen. Hans Götz, Stadtvogt