Stadtführung als Geschenk

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unser Bild, in der Mitte Stadtführerin Christa Franz in historischer Kleidung
unser Bild, in der Mitte Stadtführerin Christa Franz in historischer Kleidung

Ehrenamt gewürdigt

Speziell die aktiven Frauen des Arbeitskreises Bürgerstiftung hatte Christa Franz zu einer besonderen Stadtführung eingeladen: wie es den Frauen in früheren Jahrhunderten (er)ging, erläuterte sie höchst anschaulich an besonderen Orten oder Einrichtungen in der Oberen Stadt. Da wurde im Hexenturm die schlimme Geschichte der Hexenverfolgungen eindringlich – das Turmverlies vor Augen – geschildert (unser Bild, in der Mitte Stadtführerin Christa Franz in historischer Kleidung). Was es mit der „Wilden Frau“ über dem Portal des Historischen Rathauses auf sich hat, erklärte die passionierte Stadtführerin ebenso wie die Vermutungen um die Frauengesichter am historischen Michaelsbrunnen am Marktplatz.

Christa Franz wünscht sich mehr historische Ausstattungsobjekte in der Oberen Stadt, die die Führungen noch erlebnisreicher machen könnten. So kann sie sich beispielsweise an der Steinernen Kemenate einen Gefangenenkäfig vorstellen, in dem in früheren Zeiten wegen bestimmter Vergehen verurteilte Personen eingesperrt und hochgezogen wurden zum öffentlichen Gespött.

Den spannenden Ausführungen von Christa Franz zum Alltag – vor allem der Frauen, deren Treffpunkt häufig die Brunnen (unser Bild zeigt die Teilnehmer am Melchior-Otto-Platz mit dem Johannisbrunnen) in der Stadt waren, und natürlich auch ihrer Heldentaten während des Dreißigjährigen Kriegs folgten nicht nur die eingeladenen ehrenamtlichen Kräfte der Bürgerstiftung und des Vereins 1000 Jahre Kronach, auch Stadtbesucher, die mitgehört hatten, schlossen sich spontan der Führung an, waren begeistert und leisteten deshalb auch gern einen kleinen Obolus für die Bürgerstiftung Historisches Kronach.

Stiftungsratsvorsitzender Manfred Raum dankte Christa Franz für ihre Zeitspende, die diesmal den Ehrenamtlichen gewidmet war. Bürgerstiftung und Verein 1000 Jahre Kronach stünden ihren Anliegen zur Ausstattung des historischen Stadtbildes sicher positiv gegenüber, es sollten deshalb diese Pläne weiterverfolgt werden.