Die Festung aus einem anderen Blickwinkel

Videokunstwerk „Return to Veste Rosenberg“ im Kronacher Kunstverein

Einen ungewöhnlichen Blick auf die Festung Rosenberg, als Kulisse für den Kontrakt von mystischen Gestalten und militärischen Spezialeinheiten in schwarzen Kampfanzügen, präsentiert die Künstlergemeinschaft Beate Geissler und Oliver Sann in ihrer Ausstellung von Videokunst, die noch bis zum 10. Juni in den Räumen des Kronacher Kunstvereins zu sehen ist. Das Werk „Return to Veste Rosenberg“ ist im Rahmen des 5. Lucas-Cranach-Preises, der 2004 als Stipendium für Foto- und Filmkunst ausgeschrieben worden war, entstanden und hat seitdem in Deutschland viel Beachtung gefunden.

„Der Kunstverein freut sich, die Künstler jetzt mit ihrem Werk zu einer Ausstellung in Kronach gewonnen zu haben“, erklärte der Vorsitzende des Kunstvereins, Dr. Roland Raithel, bei der Vernissage.“

Die Beschäftigung mit Videokunst sollte in einer Stadt wie Kronach, wo exquisite Fernsehgeräte entstehen, ihren Platz haben“, unterstrich Kronachs Bürgermeister Manfred Raum in seiner Einführung zur Ausstellung, der zweiten Präsentation dieser Kunstgattung in der über 25jährigen Geschichte des Kunstvereins überhaupt. Das in Kronach entstandene Werk von Geissler & Sann sei mittlerweile in renommierten Ausstellungen zum Beispiel bei der Art Cologne, in Berlin, Bonn, Nürnberg und München gezeigt, in Wettbewerben ausgezeichnet und sogar als Sony Wega-Motion-Art-Produktion sowie als Kunstbildband veröffentlicht worden.

Der Preis der Bonner Videonale, einem Hauptereignis für Videokunst, sei 2007 an Geissler & Sann vergeben worden. „Die Juroren von damals haben also eine hervorragende Wahl getroffen“, stellte Manfred Raum fest. Die Festung als Computer-Game-Kulisse eröffne zum Beispiel neue Blickwinkel und Betrachtungsweisen und entführe den Zuschauer in ein virtuelles Abenteuer.

„Videokunst kann ein interessanter Gegenpol zu der oft flachen Fernsehkost sein“, unterstrich Manfred Raum. Ermutigt von diesem Erfolg sei der Lucas-Cranach-Preis 2007 nun gezielt für Videokunst ausgeschrieben worden.“Die Rückkehr nach Kronach ist uns immer wieder eine große Freude, da wir hier eine herzliche Aufnahme, viel Unterstützung und ein großes kulturelles Interesse erfahren haben“, erklärte Oliver Sann. Beate Geissler sagte allen Helfern und Mitwirkenden bei der Videoproduktion Dank, zum Beispiel der Stadt mit der „Festungscrew“, den Faust-Festspielen, der Jugendherberge, dem Kunstverein, allen Sponsoren, besonders der Firma Loewe und allen Schauspielern. Musikalisch umrahmt wurde die Vernissage von Andreas Wolf und Schülern der Berufsfachschule für Musik.

„Return to Veste Rosenberg“, ein Interessantes Videokunstwerk mit der Festung Rosenberg als Kulisse für militärische Spezialeinheiten und mystische Gestalten wird in den Räumen des Kronacher Kunstvereins präsentiert. Im Bild (von links) bei der Vernissage, der Vorsitzende des Kronacher Kunstvereins, Dr. Roland Raithel, Bürgermeister Manfred Raum, die Künstler Beate Geissler und Oliver Sann sowie der geschäftsführende Vorsitzende des Kunstvereins, Willi Karl.